Projekte
Renaturierungsmaßnahme Grünenbaindt
Im Nutzungswald Grünenbaindt wurden auf Initiative des Bündnis Wasser & Natur zwei neue Regenrückhaltebecken geschaffen. Sie verbessern den Wasserrückhalt in der Landschaft und leisten zugleich einen Beitrag zum Hochwasserschutz.
Die Maßnahme wurde von der Waldgenossenschaft Grünenbaindt mit Unterstützung des Bündnis Wasser & Natur umgesetzt. In den beiden Becken können insgesamt über 3.500 m³ Wasser zurückgehalten werden.
Wasser in der Fläche halten
Erreicht wurde der zusätzliche Rückhalt durch die Erhöhung einer bestehenden Flurstraße. Dabei wird der Höhenunterschied von rund 80 Metern bis zur Zusam genutzt, um Niederschlagswasser in dieser Region zeitverzögert abfließen zu lassen.
Die Auffangbecken konnten in enger Abstimmung mit dem Amt für Landwirtschaft und der Unteren Naturschutzbehörde sowie mit Unterstützung von Landwirten mit vergleichsweise geringem baulichem Aufwand realisiert werden.
Der Kerngedanke der Maßnahme besteht darin, Niederschlagswasser nicht möglichst schnell weiterzuleiten und damit tiefer gelegene Bereiche zusätzlich zu belasten, sondern das Wasser vor Ort zurückzuhalten. Durch die langsame Versickerung kann es zur Grundwasserneubildung beitragen und bleibt länger in der Landschaft verfügbar.
Damit soll zugleich die natürliche „Schwammfunktion“ des Waldes gestärkt werden. Gerade angesichts zunehmender Extremwetterereignisse gewinnen Wasserrückhalt und ein bewussterer Umgang mit der Ressource Wasser für Kommunen, Land- und Forstwirtschaft sowie private Haushalte an Bedeutung.
Kosten und Finanzierung
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme beliefen sich auf rund 14.000 Euro. Die Finanzierung setzte sich wie folgt zusammen:
- 7.000 Euro – Nutzungswald Grünenbaindt
- 5.300 Euro – Bündnis Wasser & Natur
- 1.700 Euro – Gemeinde Dinkelscherben